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Medikamente
Der Missbrauch von Medikamenten hat in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen. Er kann zu schweren seelischen, aber teils auch
körperlichen Abhängigkeiten führen. Nicht selten ist sie verbunden mit einer Abhängigkeit von Alkohol oder illegalen
Drogen (Politoxikomanie) und schwer therapierbar.
In der BRD sind etwa 1,5 Millionen Menschen medikamentenabhängig, 2/3 davon sind sind Frauen. |
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In diesem Zusammenhang werden vier Medikamentengruppen unterschieden:
Schmerzmittel (Analgetika)
Schmerzlindernd, anregend; bei Missbrauch Bewusstseinstrübung, Koordinationsstörungen, Vergiftungsgefahr, sich langsam
entwickelnde seelische Abhängigkeit
Dämpfende Mittel und Schlafmittel (Sedativa, Hypnotika)
Schlaffördernd, zunächst anregend, dann dämpfend; bei Missbrauch Koordinationsstörungen, Unfallgefahr,
Vergiftungsgefahr insbesondere bei Mischkonsum mit Alkohol oder weiteren Medikamenten. Schwere seelische Abhängigkeit, teils
auch körperliche (Barbiturate).
Entspannungs- und Beruhigungsmittel (Angstlöser, Tranquilizer)
Angstlösend, dämpfend bis euphorisierend; bei Missbrauch Unfallgefahr, Gleichgewichtsstörungen, Wirkungssteigerung
bei gleichzeitigem Alkoholkonsum. Früh einsetzende schwere seelische Abhängigkeit.
Aufputschmittel (Stimulantien, zentral erregende Mittel)
Mehrere Arzneimittelgruppen wie Weckmittel (Analeptika), Appetitzügler (Anorektika), einige blutdrucksteigernde Mittel (Antihypotonika),
Antriebssteigerung, Hyperaktivität; bei Missbrauch selbstgefährdende Überaktivität, Wahnbildungen, Blutdruckkrisen, bei
Überdosierung plötzlicher Tod durch Herz- oder Kreislaufversagen. Starke seelische Abhängigkeit
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